Feministischer Kampftag 2026
Unsere Forderungen FKT 2026 – Wir sind wütend! Gemeinsam gegen kapitalistische Ausbeutung und patriarchale Unterdrückung!
Antifeminismus bekämpfen – gegen kapitalistische Ausbeutung und patriarchale Unterdrückung!
Antifeminismus als Bindeglied zwischen konservativen, neoliberalen, bürgerlichen und faschistischen Akteur*innen erkennen und verurteilen!
Konservative und Neoliberale haben eins gemeinsam: sie sind sich einig, dass Flinta* für Kinderbetreuung und Haushalt zuständig sind. Das kapitalistische System funktioniert nur, solange sich im Hintergrund unter- und unbezahlt Flinta* darum kümmern, dass Familie/Partner*in am nächsten Tag satt, sauber und ausgeruht wieder auf Arbeit gehen kann. Eine Aufgabe die meist marginalisierte Flinta* übernehmen. Diesem Antifeminismus und dieser kapitalistischen Ausbeutung stimmen wir nicht zu!
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Wir stehen an der Seite aller Streikenden!
Egal, ob es unseren Alltag berührt oder nicht, wenn Bus- und Straßenbahnfahrer*innen, SWE-Personal der Abfallentsorgung streiken oder in Kita und Schulhort die Arbeit niedergelegt wird: Wir stehen solidarisch an der Seite aller Streikenden! Der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen ist im Kapitalismus essenziell.
Außerdem: Der Gender Pay Gap muss endlich Geschichte sein – Berufe, die traditionell von Flinta* ausgeübt werden, dürfen nicht länger abgewertet werden.
Trans- und Queerfeindlichkeit bekämpfen!
Feminismus ist für alle da!
Unser Feminismus schließt alle Flinta* ein, Frauen, Lesben, inter und nichtbinäre, sowie trans und agender Personen. Gelebten Queer-Feminismus braucht es in Erfurt und überall – egal ob in der Bündnisarbeit, städtischen Verwaltungen oder in der Gesellschaft.
Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisieren!
Reproduktive Selbstbestimmung stärken!
Schwangerschaftsabbrüche haben keinen Platz im Strafgesetzbuch, sondern müssen Teil der Gesundheitsversorgung werden! Seit dem 19. Jahrhundert setzen sich Frauen und Flinta dafür ein. Und es ist einfach unmöglich, dass wir 2026 noch nicht selbst über unsere Körper entscheiden können. Wissenschaftliche Studien wie die bundesweite ELSA-Studie, die Ergebnisse der Expert*innenkommission zur reproduktiven Selbstbestimmung sowie die internationalen Empfehlungen der WHO sollten die Grundlage für die Gesetzgebung zum Schwangerschaftsabbruch bilden. Denn: Der Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch ist ein Menschenrecht für jede Person mit Uterus!
Femizide als solche benennen, verurteilen und stoppen!
Fast jeden Tag werden Frauen und queere Menschen Opfer tödlicher Gewalt – weil sie Frauen und queere Menschen sind. In 2024 wurden 328 Frauen und Mädchen Opfer von Tötungsdelikten. Diese Straftaten sind keine „Familiendramen“, sondern Femizide und sie müssen als solche benannt, verurteilt und verhindert werden!
Gewalthilfegesetz umsetzen und nachbessern!
Unterstützung für alle Betroffenen! Trans*, inter und nicht-binäre Personen mitdenken!
Hilfesystem bedarfsgerecht ausbauen und finanzieren!
Das Gewalthilfegesetz wurde im Januar 2025 beschlossen. Jetzt muss es konsequent in die Realität umgesetzt werden! Alle Betroffenen verdienen Schutz, Unterstützung und Zugang zu sicheren Räumen. Dabei müssen trans*, inter und nicht-binäre Menschen mitgedacht und besonders berücksichtigt werden!
Die bestehenden Hilfesysteme und Gewaltschutzeinrichtungen müssen außerdem bedarfsgerecht ausgebaut und finanziert werden!
Sexualisierte Gewalt verurteilen!
Betroffene ernst nehmen und stärken!
Wir fordern eine konsequente Bekämpfung von sexualisierter Gewalt. Kein Täter darf mehr geschützt, keine Betroffene mehr im Stich gelassen werden! Der Prozess, sich Hilfe zu holen, ist für Betroffene oft retraumatisierend und selbst wenn dieser Weg gegangen wird, kann man sich nicht sicher sein, dass Hilfe garantiert ist. Das muss enden!
Geschlechterklischees raus aus Bildung und Erziehung!
Sensibilisierung und fachliche Weiterentwicklung von pädagogischem Personal, um Geschlechterstereotypen in der Bildung entgegenzuwirken! In der Kindheit wird geprägt, welches Welt- und Geschlechterbild Menschen im erwachsenen Leben haben, wie sie Beziehungen führen und Verantwortung für andere übernehmen. Deswegen fordern wir die Sensibilisierung und fachliche Weiterentwicklung von pädagogischem Personal, um Geschlechterstereotypen in der Bildung entgegenzuwirken.
Gesundheitssystem für Menschen statt für Profite!
Für geschlechtergerechte medizinische Forschung und Versorgung!
Die Bedürfnisse aller Menschen müssen ernst genommen werden – nicht nur die der cis-Männer. Es ist nicht mehr tragbar, dass hauptsächlich die männliche Norm zur Forschung in der Medizin genutzt wird.
„Frauenkrankheiten“ sind schlechter erforscht und behandelt, wie z.B. PCOS oder Endometriose und Schmerzen werden weniger ernst genommen als bei Männern.
Feminismus immer und überall!
Wir fordern, Feminismus intersektional zu denken! Über Nationalgrenzen hinaus, für alle Altersgruppen und Lebensrealitäten, für alle Flinta*!
Wir fordern eine Bewegung, die alle einbezieht und keine Identitäten unsichtbar macht. Feminismus ist intersektional oder er ist keiner! Wir fordern nicht weniger als alles!
Eine gerechte Welt entsteht nicht von allein – lasst uns kämpfen für die Abschaffung des Patriarchats und der kapitalistischen Ausbeutung! Für Intersektionalität, für internationale Solidarität und für eine Zukunft, in der niemand mehr ausgeschlossen oder unterdrückt wird!
WIR SIND WÜTEND UND STEHEN ZUSAMMEN!!!